Intelligent skalieren: Wie Sonepar ein zukunftssicheres ERP-, Cloud- und Datenfundament aufbaut

Sonepars Herausforderung: Dezentralisierung, Altsysteme und Wachstumsdruck

Sonepar, ein weltweit tätiger Distributor für Elektroprodukte und -dienstleistungen mit einem Umsatz von 35 Milliarden Euro, stellte sich dieser Herausforderung direkt. Mit Niederlassungen in über 40 Ländern, 90 Marken und einer stark dezentralen Struktur brauchte das Unternehmen eine robuste Strategie, um zu modernisieren, ohne die lokale Agilität zu verlieren.

Gemeinsam mit Microsoft und HSO verfolgte Sonepar einige zentrale Ziele: die Customer Experience verbessern, datengestützte Entscheidungen ermöglichen und Synergien mit einem Dynamics 365 ERP-Kernmodell schaffen.

Der Weg dorthin erforderte einen mutigen Schritt über ERP, Cloud und Daten hinweg.

1. Österreich macht's vor: Ein Dynamics 365 ERP Kernmodell für den globalen Rollout

Sonepar Österreich wurde als Pilotstandort für die ERP-Transformation ausgewählt. Da die bestehenden Altsysteme das Ende ihres Lebenszyklus erreicht hatten, entschied sich Österreich für die Migration auf Dynamics 365 Finance & Operations. Gemeinsam mit der regionalen Führungsebene definierten Sonepar Österreich und HSO ein wiederverwendbares ERP-Kernmodell.

„Wir wollten ein Kernmodell schaffen, das wir in anderen Ländern ausrollen können. HSO war ein Partner mit viel Erfahrung in diesem Bereich.“ – Rainer Gottschall, IT-Leiter, Sonepar Österreich

Sonepar nutzte weiterhin die Expertise von HSO in seinem Transformationsprogramm. Durch den Einsatz von HSO-Beratern und vorgefertigter IP, wie der HSO Wholesale 360 Industry Solution Suite, konnte Sonepar die Implementierung beschleunigen.

„Es gab ein ganzes Bündel an Tools von HSO, die auf den Großhandel zugeschnitten waren. Diese Teile mussten wir nicht anpassen … das hat uns einen echten Schub gegeben.“ – Rainer Gottschall

mehr ERFAHREN: Wholesale360 Suite von HSO


ERP Go-Live und nächste Schritte

Gemeinsam stellten sich HSO und Sonepar dem enormen Umfang und den komplexen Anforderungen dieses Transformationsprogramms – mit einer erfolgreichen Implementierung und einem gelungenen Go-Live als Ergebnis.

Bereits wenige Tage nach dem Launch verarbeitete das neue System höhere Transaktionsvolumen als zuvor und stellte so seine Stabilität und Skalierbarkeit unter Beweis.

several sonepar employees in the warehouse order picking

Doch Transformation endet nicht beim Go-Live. 

Sonepar legte weiterhin wichtige Grundlagen, bewältigte komplexe Preisszenarien und bereitete künftige Rollouts in anderen europäischen Einheiten vor. Das mit Sonepar Österreich entwickelte ERP-Kernmodell ist nun die Blaupause für weitere Dynamics 365 Transformationen bei Sonepar.

„Wir hatten bereits am zweiten Tag nach dem Go-Live einen Picking-Rekord im Lager – mehr als 18.000 Positionen. Das ist wirklich beeindruckend.“

Andreas Möller Regional CIO Central Europe | Sonepar

2. Das Rückgrat bauen: Ein einheitliches Cloud-Fundament für leichtere Governance und schnelleres Deployment

Um ERP und zukünftige Workloads zu unterstützen, arbeitete Sonepar ebenfalls mit HSO zusammen, um eine globale, unternehmensbereite Azure Landing Zone (ALZ)-Architektur zu entwerfen und zu implementieren. Dieses einheitliche Cloud-Fundament ermöglicht es Ländern, Dienste auszurollen und dabei die von der Gruppen-IT festgelegten Governance- und Sicherheitsstandards einzuhalten.

Österreich war das erste Land, das aufgenommen wurde, aber Sonepar konzipierte die globale Azure Landing Zone bewusst für Skalierung. Da jedes Land eigenständig agiert, musste das Cloud-Fundament lokale Besonderheiten berücksichtigen und gleichzeitig globale Governance durchsetzen.

Das bedeutete, eine Struktur aufzubauen, die sowohl flexibel als auch sicher ist – mit einer einheitlichen Baseline für Compliance über alle Regionen hinweg. HSO arbeitete direkt mit Sonepars Gruppen-IT zusammen, um Microsofts Referenzarchitektur anzupassen und auf die einzigartige Größe und die Unternehmensanforderungen von Sonepar zuzuschneiden.

„Die Azure Landing Zone diente dazu, eine gemeinsame Vorgehensweise zu schaffen: Compliance, zentraler Support und gemeinsame Governance.“

Rainer Gottschall Head of IT | Sonepar Österreich
Automatisiertes Subscription Vending für schnellere Time-to-Value

HSO arbeitete mit Sonepar auch an der Implementierung von Subscription Vending – einer automatisierten Bereitstellung von Azure-Ressourcen, die Projekt-Rollouts beschleunigt.

Lokale Teams können jetzt über ein Self-Service-Portal Ressourcen bereitstellen. Im Hintergrund sorgen kundenspezifische Automatisierungsskripte dafür, dass jede Subscription unter der richtigen Struktur mit den passenden Richtlinien bereitgestellt wird. Dadurch profitieren Sonepar-Einheiten weltweit von schnellerer Wertschöpfung und einer agileren Cloud-Infrastruktur.

Zukunftssichere Cloud-Infrastruktur

Über diese unmittelbaren Verbesserungen hinaus wurde Sonepars Azure Landing Zone nicht nur für die ERP-Transformation gebaut. Sie bereitet die globale Organisation auf künftige Workloads vor – wie Rechenzentrumsmigrationen, globale Integrationsplattformen und sogar KI.

3. Eine moderne Datenplattform für schnelleres, präziseres Reporting

Vor der digitalen Transformation hatte Sonepar Österreich mit fragmentiertem Reporting und eingeschränkter Transparenz zu kämpfen.

Um dieses Problem zu lösen, half HSO bei der Implementierung eines modernen BI-Stacks, aufgebaut auf einer Microsoft-Datenplattform und dem HSO DnA Accelerator.

„Wir haben erkannt, dass wir eine neue Art von Datenstruktur brauchen … besseres Reporting, bessere Arbeitsweisen mit Daten. Deshalb setzen wir jetzt auf Fabric“, so Andreas Möller

trucks and shipping containers distribution

Gemeinsam haben beide Teams die Reporting-Architektur von Grund auf neu gedacht.

Altberichte wurden migriert und für höhere Genauigkeit überarbeitet, mit neuen Datenmodellen, die auf die Bedürfnisse einzelner Abteilungen zugeschnitten sind.

global data connection

Für globale Distributoren sind Dateneinblicke schlicht zu wertvoll, um darauf zu warten. Der HSO DnA Accelerator ermöglichte die Anbindung an das bestehende Altsystem und damit verbessertes Reporting noch vor dem ERP-Go-Live. Der Übergang vom alten ERP zu Dynamics 365 verlief nahtlos. Berichte blieben durchgehend verfügbar – ohne Unterbrechung geschäftskritischer Erkenntnisse.

Eine zukunftssichere Datenplattform

Dieses Fundament unterstützt jetzt zahlreiche Berichte über verschiedene Geschäftsbereiche hinweg – einige werden stündlich, andere täglich aktualisiert. Für das Unternehmen geht dies weit über Reporting hinaus: Die Plattform ist ein strategisches Asset, das Sonepar in die Lage versetzt, auf Veränderungen zu reagieren, Erkenntnisse über Einheiten hinweg zu skalieren und sich auf den Einsatz von KI vorzubereiten.

Mit Blick auf die Zukunft konzentrierten sich die HSO- und Sonepar-Teams stark auf den Wissensaustausch. Das Ergebnis: Das Sonepar-Team ist in der Lage, die Datenplattform selbst zu verwalten und zu erweitern, was die Autonomie und Flexibilität bei der Anpassung an sich verändernde Geschäftsanforderungen fördert.

4. Ein Blick in die Zukunft: Skalierung über Grenzen hinweg und KI-Einsatz

Nach dem erfolgreichen Go-Live in Österreich bereitet sich Sonepar nun auf die breitere Übernahme des Dynamics-365-Kernmodells in Europa und darüber hinaus vor. 

Die nächsten Länder für die Dynamics-365-Einführung stehen bereits fest, weitere mittelgroße Länder sollen in einem stufenweisen Rollout folgen.

Das Ziel ist klar: ERP-Fragmentierung reduzieren und auf ein gemeinsames Prozessmodell konvergieren, das Land für Land angepasst werden kann.

Über ERP hinaus legt Sonepar die Grundlage für eine intelligentere Zukunft. Das Unternehmen investiert in Microsoft Fabric, um sein Datenfundament zu stärken und die KI-Einführung zu unterstützen.

„In fünf Jahren möchte ich, dass alle mittelgroßen Länder in Europa auf dem Dynamics-Kernmodell laufen und die Prozesse übernehmen, die sie jetzt lernen“, so Möller. 

„In fünf Jahren möchte ich, dass alle mittelgroßen Länder in Europa auf dem Dynamics-Kernmodell laufen und die Prozesse übernehmen, die sie jetzt lernen.“

Andreas Möller Regional CIO Central Europe | Sonepar

5. Mehr als nur eine Technologie-Transformation

Sonepars Transformation war mehr als ein Technologiewechsel – sie war eine strategische Initiative, die darauf ausgelegt ist, nachhaltigen Mehrwert für Kunden und Mitarbeitende zu schaffen.

Durch die Entwicklung eines ERP-Kernmodells für länderübergreifende Harmonisierung, den Aufbau skalierbarer Cloud-Fundamente und die Schaffung einer modernen Datenplattform baut Sonepar ein Rückgrat für Agilität und Innovation.

Rückblickend betonten die Sonepar-Verantwortlichen, dass der Erfolg nicht nur von der Technologie abhing, sondern vor allem von den Menschen.

Das Projekt war auf länderübergreifende Kommunikation und ein gemeinsames Bekenntnis zum Wandel angewiesen. „Wir bauen ein länderübergreifendes virtuelles Team auf, das all diese Implementierungen unterstützt“, so Gottschall. „Das Kernmodell ist nicht nur ein System, sondern auch ein Vermittler für Zusammenarbeit und gemeinsames Wissen.“

Klingsbigl schloss sich dieser Meinung an: „Die Zusammenarbeit zwischen den Menschen war das Wichtigste. Es ging nicht nur um technische Bits und Bytes. Es ging um Vertrauen, Kooperation und darum, die Zukunft gemeinsam zu gestalten.“

„Die Zusammenarbeit zwischen den Menschen war das Wichtigste. Es ging nicht nur um technische Bits und Bytes. Es ging um Vertrauen, Kooperation und darum, die Zukunft gemeinsam zu gestalten.“

Uwe Klingsbigl Geschäftsführer | Sonepar Österreich

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