So kann Cloud-Computing Ihre nachhaltigen Produktionsziele vorantreiben 

Durch die Optimierung von Prozessen, die Erhöhung der Transparenz und die Verbesserung der Zusammenarbeit kann Cloud-Computing Herstellern dabei helfen, ihren ökologischen Fußabdruck zu reduzieren und gleichzeitig ihre operative Effizienz steigern.

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Beim Cloud-Computing werden IT-Services wie Speicher, Rechenleistung und Softwareanwendungen über das Internet bereitgestellt und genutzt. Anstatt auf lokale Server oder Geräte angewiesen zu sein, werden Server und Netzwerke eines Dienstleisters genutzt, wodurch Benutzer von überall aus und zu jeder Zeit über jedes internetfähige Gerät auf Daten und Anwendungen zugreifen können. Die Vorteile von Cloud-Computing für Unternehmen sind vielfältig: Es bietet Skalierbarkeit, Flexibilität und Kosteneffizienz und verbessert gleichzeitig die Produktivität, Zusammenarbeit und Sicherheit.

Infolgedessen migrieren immer mehr Hersteller ihre Unternehmensanwendungen und sogar ihre gesamte IT-Infrastruktur in die Cloud. Typische Anwendungsfälle in der Industrie umfassen cloudbasierte …

  • Enterprise Resource Planning-Systeme (ERP),
  • Manufacturing Execution Systems (MES),
  • Customer-Relationship-Management (CRM),
  • Product-Lifecycle-Management (PLM),
  • Supply-Chain-Management (SCM),
  • Qualitätsmanagement-Systeme (QMS),
  • Business Intelligence (BI) und Datenanalysen und
  • Tools zur Maschinenüberwachung und zur Messung der Gesamtanlageneffektivität (Overall Equipment Effectiveness, OEE).

Während die positiven Auswirkungen von Cloud-Computing auf die Produktivität und Rentabilität vielen bekannt sein dürften, ist das Bewusstsein darüber, wie stark cloudbasierte Tools nachhaltige Produktionsinitiativen auf ein neues Niveau hieven können, noch begrenzt.

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Echtzeit-Einblicke

Der Zugang zu validen und aktuellen Informationen ist entscheidend für die Verbesserung der Nachhaltigkeit. Gut, dass genau darin ein wesentlicher Vorteil von Cloud-Computing besteht, denn mithilfe der Cloud können riesige Mengen an Daten in Echtzeit erfasst, gespeichert und analysiert werden.

Bevor Unternehmen jedoch nachhaltiger werden können, müssen zunächst Umweltstandards definiert werden, um aussagekräftige Ziele setzen, Umwelt-Hotspots identifizieren, Bereiche für Verbesserungen priorisieren und Fortschritte messen zu können. Dazu müssen jedoch zahlreiche Faktoren berechnet werden, wie der Energieverbrauch, die Wassernutzung, die Rohstoffbeschaffung, die Nutzung von Geräten, das Chemikalienmanagement sowie die Verpackung und Distribution. So viele verschiedene, umfangreiche Datenmengen zusammenzutragen, mag für viele abschreckend erscheinen, doch glücklicherweise vereinfacht die Leistungsfähigkeit der Cloud diese Aufgabe.

Cloud-Computing bietet nämlich die Infrastruktur, die Datenverwaltungsfunktionen und die Analyse-Tools, um umfangreiche Datenmengen zu sammeln, zu speichern und auszuwerten. Es wandelt Informationen von Sensoren, Geräten, Produktionssystemen und anderen Datenquellen in verwertbare Erkenntnisse um und ermöglicht es Herstellern, fundiertere Entscheidungen zu treffen.

Cloudbasiertes Echtzeit-Monitoring und Predictive Analytics (vorausschauende Analysen) können Produktionsprozesse optimieren, den Energieverbrauch minimieren und die Ressourceneffizienz maximieren. Zudem können Produktionsstopps, Unregelmäßigkeiten und Problembereiche schnell erkannt und proaktiv angegangen werden. Dies führt letztendlich zu geringeren Ausfallzeiten und Betriebskosten sowie zu einem geringeren ökologischen Fußabdruck. Ein Beispiel, das wir uns im folgenden Abschnitt genauer ansehen möchten, ist „Grupo Bimbo“, ein mexikanisches multinationales Lebensmittelunternehmen mit Präsenz in über 30 Ländern.

Um seine ehrgeizigen Nachhaltigkeitsziele zu erreichen, setzte Grupo Bimbo auf Microsoft Cloud for Sustainability, eine umfangreiche Lösung für automatisiertes Nachhaltigkeitsmanagement, die auf bewährten Microsoft-Technologien wie Microsoft Azure, Dataverse, Power BI und Microsoft Power Platform basiert. Mithilfe von Microsoft Cloud for Sustainability konnte die Grupo Bimbo ihre Datenerfassung, -integration und -analyse sowie ihr Reporting optimieren und verfügt nun über einen umfassenden Überblick über den Fortschritt des Unternehmens.

Da die Mitarbeiter der Grupo Bimbo mithilfe der Microsoft Cloud Verbindungen zu Datenquellen herstellen und automatisieren konnten, müssen sie nun weniger Zeit für das Sammeln und Verwalten von Daten aufbringen und können die Daten stattdessen nutzen, um ein besseres Verständnis über den ökologischen Fußabdruck des Unternehmens zu erhalten und Entscheidungen zu treffen, die dazu beitragen, die Nachhaltigkeitsziele des Unternehmens zu erreichen oder sogar zu übertreffen.

Vereinfachte Datenverwaltung

Das Verwalten großer Datenmengen aus verschiedenen Quellen ist insbesondere für das Reporting wichtig. Gleichzeitig werden nachhaltigkeitsbezogene Auswertungen, etwa für Scope 3-Emissionen, immer komplexer und zeitaufwendiger.

Scope 3-Emissionen beziehen sich auf die indirekten Emissionen, die entlang der Wertschöpfungskette eines Herstellers entstehen. Dazu gehören Emissionen, die bei der Rohstoffgewinnung, der Verarbeitung und dem Transport sowie End-of-Life-Prozessen wie dem Recycling oder der Verbrennung entstehen.

Diese Emissionen machen in der Regel den Großteil der Gesamtemissionen einer Organisation aus. Bei Unternehmen wie Automobilherstellern, die über komplexe Lieferketten verfügen, können diese bis zu 70 % aller entstandenen Emissionen ausmachen. Zwar sind diese Emissionen am schwersten zu messen und zu erfassen, doch wenn Sie erst einmal einen Überblick über diese haben, können bereits kleine Optimierungen einen erheblichen Beitrag zum Umweltschutz leisten.

Cloud-Computing-Plattformen bieten eine zentralisierte Infrastruktur, die das Sammeln und Verwalten von Daten aus unterschiedlichen Quellen wie Lieferanten, Kunden und Vertriebspartnern vereinfacht. Dadurch können Daten noch einfacher zusammengetragen werden, während ein genaues und umfassendes Reporting gewährleistet wird.

Mithilfe fortschrittlicher Reporting-Funktionen der Microsoft Cloud for Sustainability können Unternehmen die Verwaltung und Vorbereitung ihrer Daten für Analysezwecke optimieren und ihren Fortschritt bei der Erreichung ihrer Nachhaltigkeitsziele beschleunigen.

Die Cloud-Lösung bietet mehr als 400 Tabellen für die Bereiche Kohlenstoff, Wasser, Abfall, Soziales, Governance, Biodiversität und allgemeine Geschäftsbereiche und ermöglicht es Organisationen, Daten aus verschiedenen Geschäftsbereichen und Lieferketten zu sammeln und in ein standardisiertes Format zu überführen, das umfassende Analysen und ein optimales Reporting ermöglicht.

Nachhaltige Produktdesigns

Cloud-Computing spielt eine entscheidende Rolle bei der Förderung eines nachhaltigen Produktdesigns und der Durchführung umfassender Lebenszyklusanalysen. Durch die Nutzung cloudbasierter Design- und Simulations-Tools können Hersteller verschiedene Aspekte ihrer Produkte bereits in der Designphase optimieren, einschließlich der Leistung, dem Materialverbrauch und der Energieeffizienz.

Durch den Einsatz digitaler Modelle und die Simulation realer Szenarien können Schwachstellen erkannt und Designs verbessert werden, ohne physische Prototypen bauen zu müssen. Dadurch können fundiertere Entscheidungen in Bezug auf die Materialauswahl, Fertigungsprozesse und den Energieverbrauch getroffen werden, was zu nachhaltigeren Produkten führt.

Cloud-Computing bietet Herstellern auch die Möglichkeit zur Lebenszyklusanalyse, durch welche die Umweltauswirkungen ihrer Produkte „von der Wiege bis zur Bahre“ umfassend analysiert werden können.

Durch den Zugriff auf und die Analyse von riesigen Datenmengen zum Energieverbrauch, Emissionen und der Abfallerzeugung in jeder Phase des Produktlebenszyklus können Hersteller Umwelt-Hotspots identifizieren und ihre Nachhaltigkeitsbemühungen entsprechend priorisieren.

Cloudbasierte Plattformen lassen sich häufig mit Datenbanken und Softwaresystemen integrieren, die wertvolle Informationen zu Materialeigenschaften, die Einhaltung von Vorschriften und Umweltstandards liefern. Dies vereinfacht den Prozess der Lebenszyklusanalyse weiter und verbessert die Datenqualität, indem aktuelle und zuverlässige Datenquellen genutzt werden.

Zudem können sich Hersteller auf standardisierte Reporting-Vorlagen und weltweit akzeptierte Nachhaltigkeitsrahmen verlassen, dank denen sie die Umweltauswirkungen ihrer Produkte gegenüber Interessengruppen und Verbrauchern noch besser kommunizieren können.

So kann Technologie Ihnen dabei helfen, Ihre Ziele für nachhaltige Entwicklung zu erreichen

Hersteller sind stets auf der Suche nach Wachstumsmöglichkeiten – viele sehen aktuell die digitale Technologie und Nachhaltigkeit als zwei der größten Wachstumschancen an. Investoren, Kunden und Aufsichtsbehörden erwarten Maßnahmen gegen den Klimawandel, weshalb es entscheidend ist, Nachhaltigkeit zu einem zentralen Bestandteil der Unternehmensphilosophie zu machen. 

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Nachhaltige Lieferketten

Eine nachhaltige Produktion hört nicht bei den eigenen Werkstoren auf, sondern erstreckt sich über diese hinaus. Sie umfasst die gesamte Wertschöpfungskette – von der Rohstoffbeschaffung über den Vertrieb bis zur Wiederverwertung der Produkte. Cloud-Computing ermöglicht eine reibungslose Zusammenarbeit zwischen Herstellern, Lieferanten, Logistikpartnern und Verkäufern und fördert so die Transparenz und Verantwortlichkeit entlang der gesamten Lieferkette.

Cloudbasierte Plattformen für das Supply-Chain-Management bieten Echtzeit-Einblicke über Lagerbestände, Nachfragemuster und Vertriebsnetze. Mit diesen Informationen können Hersteller Möglichkeiten zur Optimierung des Produktionsvolumens, zur Rationalisierung von Transportwegen, zur Konsolidierung von Sendungen, zur Reduzierung unnötiger Reisen und zur Minimierung der Umweltbelastung erkennen.

Durch die Analyse von Echtzeitdaten zu Verbraucherpräferenzen, Markttrends und anderen externen Faktoren können Hersteller zudem ihre Produktions- und Vertriebsstrategien entsprechend anpassen. Diese neu gewonnene Agilität ermöglicht es Unternehmen, Lagerbestände zu optimieren, Abfall zu reduzieren und Überproduktion zu vermeiden, was zu nachhaltigeren und effizienteren Lieferketten führt.

Programme für die Zusammenarbeit in der Cloud wie Microsoft Teams erleichtern es Herstellern, mit Lieferanten, Vertriebspartnern und Kunden zu kommunizieren und Maßnahmen abzustimmen. Das Teilen von Nachhaltigkeitszielen und -kennzahlen trägt dazu bei, dass nachhaltige Praktiken in der gesamten Lieferkette abgestimmt sind und alle Beteiligten aktiv an ihren gemeinsamen Zielen arbeiten.

Zusätzlich verbessern cloudbasierte Systeme die Rückverfolgbarkeit, indem sie Herstellern ermöglichen, die Nachhaltigkeitsleistung ihrer Lieferanten zu überwachen.

Durch die Integration von Nachhaltigkeitskennzahlen in Lieferantenbewertungen und Audits können Hersteller nachhaltige Praktiken in ihrem Lieferantennetzwerk fördern. Dies begünstigt eine verantwortungsvolle Beschaffung und ermutigt Lieferanten, nachhaltige Geschäftsprozesse zu integrieren.

Grüne Rechenzentren

Hersteller, die ihre Umweltbelastungen reduzieren möchten, sollten einen Schwerpunkt auf ihre IT-Infrastruktur legen. Eine Lösung wie Microsoft Azure kann nicht nur bis zu 93 % mehr Energie einsparen, sondern auch bis zu 98 % kohlenstoffeffizienter sein als herkömmliche Vor-Ort-Lösungen.

Service-Provider für die Cloud betreiben großangelegte Rechenzentren, die auf maximale Energieeffizienz ausgelegt sind. Sie sind mit High-Density-Servern, fortschrittlichen Kühlsystemen, Energieverwaltungstechniken, erneuerbaren Energiequellen und optimierten Hardwarekonfigurationen ausgestattet.

Durch die Maximierung der Effizienz von Rechenressourcen wird der Energieverbrauch im Vergleich zu herkömmlichen Vor-Ort-Rechenzentren, bei denen Ressourcen oft ungenutzt bleiben, erheblich reduziert.

Die dynamische Ressourcenzuweisung ist eine weitere Möglichkeit, wie Cloud-Computing die Energie- und CO₂-Effizienz verbessert, da Hersteller ihre Computing-Ressourcen je nach Bedarf flexibel skalieren können. Dank dieser Flexibilität werden überdimensionierte Rechenzentren, die häufig in Vor-Ort-Umgebungen zu finden sind, um Spitzenarbeitslasten zu bewältigen, hinfällig.

Dank der Ressourcenoptimierung, einer energieeffizienten Infrastruktur, der Integration erneuerbarer Energien und dynamischer Ressourcenzuweisungen bietet die Cloud im Vergleich zu herkömmlichen Lösungen beispiellose Umweltvorteile.

Durch den Einsatz von Cloud-Lösungen können Hersteller ihre nachhaltige Transformation vorantreiben, ihren CO₂-Fußabdruck reduzieren und zu einer grüneren Zukunft beitragen, während sie gleichzeitig von den Vorteilen einer flexiblen, skalierbaren und leistungsstarken IT-Infrastruktur profitieren. Worauf warten Sie also noch?

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