Im November 2016 wurde Microsoft Dynamics CRM 2016 durch Microsoft Dynamics 365 for Customer Engagement ersetzt. Im Folgenden beantworten wir einige der häufig gestellten Fragen, wie zum Beispiel:

  • Wo liegt der Unterschied zwischen Microsoft Dynamics CRM 2016 und Microsoft Dynamics 365 for Customer Engagement?
  • Welche neuen Funktionen wurden in Dynamics 365 eingeführt?
  • Hat dies einen Einfluss auf Office 365?
  • Wie hat sich die Lizenzierung verändert?
  • Wie lautet der Aktualisierungspfad zwischen Dynamics CRM und Dynamics 365?

 

Wie unterschiedlich sind die beiden Produkte?

Dynamics 365 for Customer Engagement ist eine weitere Iteration von Dynamics CRM 2016: die grundlegende Funktion und das Design beider Systeme sind identisch. Beide Systeme sind für die Cloud konzipiert, können jedoch auch vor Ort installiert werden. Das Produkt wurde umbenannt, im Zuge der Zusammenführung von Microsofts Geschäftsanwendungen (CRM, AX, NAV und weiteren ERP-Angeboten) zu einer einzigen Cloud-Plattform „Microsoft Dynamics 365“. Microsoft beabsichtigt damit die traditionellen Silos von internen (ERP) und externen Informationen (CRM) zu beseitigen und stattdessen Tools bereitzustellen, die jeden Einzelnen bei der Ausführung seiner Aufgaben unterstützen. In der Praxis bedeutet dies, dass Dynamics 365 mehr Möglichkeiten bietet, Informationen in anderen Cloud-Diensten wie Office 365 oder Azure zu nutzen.

Welche neuen Funktionen wurden in Dynamics 365 for Customer Engagement eingeführt?

Dynamics 365 for Customer Engagement enthält eine Reihe von Verbesserungen im Vergleich zu Dynamics CRM 2016:

Apps und Sitemap Editor

Gemäß dem Dynamics 365-Konzept „Die richtige Funktionalität am richtigen Ort“ lassen sich unterschiedliche Funktionsbereiche von Dynamics 365 zu „Apps“ zusammenfassen und diese bestimmten Nutzern zur Verfügung stellen. Wenn zum Beispiel das Marketingteam entscheidet, dass Servicefälle nicht angezeigt werden müssen, dann kann man schnell und einfach eine Marketing-App erstellen, die nur die relevanten Funktionen enthält. Der Prozessablauf wird von einem grafischen Sitemap-Editor unterstützt, der die Bearbeitung von XML-Sitemaps überflüssig macht.

Bearbeitbare Gitter (Editable grids)

Dynamics 365 bietet die Möglichkeit, Listen von Datensätzen als bearbeitbare Raster anzuzeigen, sodass der Benutzer Inline-Änderungen an den Datensätzen vornehmen kann, ohne dabei den gesamten Datensatz laden zu müssen. Angenommen, ein Manager in Ihrem Unternehmen muss Kundenangebote vor dem Versand genehmigen lassen. Er kann sich ganz einfach die Angebotsliste mit der notwendigen Genehmigung anzeigen lassen und sie dort als „genehmigt“ markieren, anstatt jeden einzelnen Datensatz abzurufen, um diesen nach der Genehmigung durchzusuchen.

Relevanzsuche

Die globale Suchfunktion in Dynamics CRM 2016 lief über die Angabe zum Datensatztypen und den Suchfeldern von Datensätzen. Dagegen wurde in Dynamics 365 for Customer Engagement eine Relevanzsuche mit vollständiger Suchfunktion im Google-Stil hinzugefügt: dabei wird jeder Suchbegriff mit jedem Feld (in einer Entität) abgeglichen, bevor die (nach der Entität sortieren) Ergebnisse in einer einzelnen Liste angezeigt werden. Diese Funktion ist besonders in Verbindung mit der DSGVO nützlich, da nach gespeicherten Informationen gezielt über die Relevanzsuche via einen Namen gesucht werden kann und nicht mehr über die manuelle Suche.

Vorschaufunktion

Diese Funktionssuite, die zum Zeitpunkt des Schreibens in der öffentlichen Vorschau angezeigt wird, soll ihren Benutzern kontextbezogene Einblicke in die Kundenkommunikation geben. Eine Möglichkeit hierfür sind Aktionskarten. Diese werden automatisch generiert, um z.B. die Benutzer an abzuschließende Verträge oder Verkaufschancen zu erinnern, die mithilfe von Azure Machine aus den E-Mails in Outlook ermittelt werden. Ähnlich kann die Auto-Capture-Funktion E-Mails, die nicht nachverfolgt wurden, an Benutzer weiterleiten und damit die manuelle Überprüfung der E-Mail-Threads überflüssig machen.

Ändert sich dadurch die Beziehung zu Office 365?

Dynamics 365 for Customer Engagement ist besser an Office 365 angebunden, als Dynamics CRM 2016. Die neue Funktionalität nutzt in Dynamics 365 aktiv Informationen aus Outlook, um Nutzern Einblicke in ihre eigene Arbeit zu geben und den Fokus auf den Eingang von wichtigen Informationen zu schärfen. Darüber hinaus können Office 365-Nutzer mit Microsoft Flow benutzerdefinierte Workflows erstellen, die in Dynamics 365, Outlook, Excel Online, Azure Machine Learning und anderen Anwendungen ausgeführt werden. Ein Benutzer, der den Kundensupport verwaltet, kann beispielsweise festlegen, dass beim Eingang einer E-Mail in ein Outlook-Postfach, der Textkörper zur Stimmungsanalyse verwendet wird, um festzustellen ob die E-Mail eine negative Stimmung enthält und ob bei sehr negativen Auswertungen automatisch ein Servicefall in Dynamics 365 erstellt werden sollte, um damit auf ernsthafte Probleme schnellstmöglich zu reagieren.

Wie hat sich die Lizenzierung verändert?

Bei den Lizenzbedingungen zwischen Dynamics CRM 2016 und Dynamics 365 ist vieles gleich geblieben. Beide sind in erster Linie für die Implementierung als Cloud-SaaS-Produkte (Software as a Service) vorgesehen. Lizenzen werden pro Benutzer und Monat verkauft. Es gibt jedoch einen entscheidenden Unterschied zwischen der Lizenzierung für Dynamics CRM und Dynamics 365. Dynamics 365 bietet Apps an, die für bestimmte Funktionsrollen (z.B. „Vertrieb“ oder „Marketing“) entwickelt wurden. Zudem ist Dynamics 365 i.d.R. kostengünstiger, da die Benutzer nur für die Funktionen Lizenzen erwerben, die sie auch benötigen. In Dynamics CRM 2016 besteht diese Option nicht, d.h. es werden Volllizenzen erworben, auch wenn Funktionen dabei sind, die für den Nutzer nicht relevant sind.

Wie lautet der Aktualisierungspfad zwischen Dynamics CRM und Dynamics 365?

Wenn Sie gegenwärtig Dynamics CRM 2016 nutzen, wurden Sie möglicherweise von Microsoft aufgefordert, ein Upgrade auf Dynamics 365 zu planen. Das Upgrade auf Dynamics 365 ist kostenlos und ermöglicht Ihnen eventuell Ihre Lizenzkosten zu vereinfachen (siehe oben).
Dynamics 365 basiert auf demselben zugrunde liegenden Framework wie Dynamics CRM. Das Upgrade von Dynamics CRM 2016 auf Dynamics 365 umfasst daher einen ähnlichen Ansatz, wie das Upgrade von Dynamics 2015 auf Dynamics 2016. Anpassungen können größtenteils von Dynamics CRM 2016 nach Dynamics 365 exportiert werden, wobei Codeüberprüfungen für benutzerdefinierte Plugins, Integrationen oder Anwendungen durchgeführt werden sollten und auch JavaScript, um sicherzustellen, dass sie auf der neuesten Version funktionieren. Schließlich müssen alle veralteten Funktionen durch Upgrade-Funktionen ersetzt werden.
Ein Upgrade von früheren Versionen von Dynamics CRM wie 2015 oder 2013 erforderte häufig einen abgestuften Upgrade-Pfad über dazwischen liegende Versionen. Migrationen von Dynamics CRM On-Premise zu Dynamics 365 on Cloud, sind hingegen komplexer und Abläufe zur Benutzerauthentifizierung und Berichterstellung müssen in der Regel ebenfalls überarbeitet werden.

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